Schiffe :: Von Papua-Neuguinea nach Fidschi – die Doulos Hope beendet ihren ersten Besuch auf den Pazifikinseln
Von langer Hand vorbereitet
Im Februar 2026 kam die Doulos Hope in Port Moresby auf Papua-Neuguinea an. Dort lag der letzte Besuch eines GBA-Schiffes schon fast 20 Jahre zurück. Die Gastgeber im Pazifik begrüßten das Schiff mit viel Begeisterung und Großzügigkeit. Als das Schiff in Kavieng auf Papua-Neuguinea anlegte, kamen ihr Boote entgegen, die Ballons über das Wasser zogen. An Land erwarteten Sänger und Tänzer in Landestracht die Mannschaft.
Insgesamt begrüßte die Doulos Hope auf den Pazifikinseln mehr als 125 000 Besucher und mehr als 106 000 Bücher fanden ein neues Zuhause. In Suva, Fidschi, kam die einmillionste Besucherin seit dem Start des Schiffes 2023 an Bord. „Das war eine echte Überraschung! Sobald ich an Bord kam, hörte ich Menschen jubeln und rufen und sie sagten mir, ich sei die einmillionste Besucherin“, berichtete Amelia. In Rabaul, Papua-Neuguinea kamen mehr als 6055 Gäste an einem Tag und stellten damit für die Doulos Hope einen neuen Besucherrekord auf.
Mehr als ein Büchermarkt
„Ihr bringt Bildung zu Menschen, die sie suchen, Unterstützung denen, die sie brauchen und Hoffnung denen, die sich nach ihr sehnen“, sagte Siromi Dokonivalu Turaga, der Justizminister von Fidschi.
In Madang, Papua-Neuguinea, brachte Janet Chow, die Leiterin des Offenen Vollzugs im örtlichen Gefängnis, 26 Häftlinge an Bord. Viele davon machen im Gefängnis einen Schulabschluss und freuen sich über die Bücher vom Schiff, die vor Ort nicht erhältlich sind. „Einige dieser Bücher können wir hier in Madang nicht kaufen“, berichtet sie. „Diese Bücher können unseren Schülern wirklich weiterhelfen.“
Zusätzlich zum Büchermarkt veranstaltete die Doulos Hope eine Vielzahl an Kursen und Veranstaltungen einschließlich kultureller Programme, Schulungen für Leiter und Seminaren, und begrüßten dazu führende Persönlichkeiten und Gäste aus der ganzen Region.
Erinnerungen über Generationen hinweg
In Rabaul, Papua-Neuguinea, kam die Besucherin Joyce Maragil zum vierten Mal an Bord. „Wenn ihr nächstes Mal vorbeikommt, bin ich wieder dabei“, meinte sie. Beim ersten Besuch war sie noch ein Kind, genau so alt, wie ihr jüngstes Kind jetzt. Diesmal kam sie mit ihren Kindern zurück und suchte ein Buch für ihren jüngsten Sohn aus.
Seite an Seite
In Kavieng, Papua-Neuguinea lud Colin Kepas, der auf dem Schwesternschiff Logos Hope mitgearbeitet hatte, ein Team in seine Ortschaft ein. Die Schiffsmitarbeiter boten dort Sehtests an und gaben Lesebrillen aus. Colin schickte auch drei Jugendliche aus seinem Dorf als Hafenhelfer an Bord. „In meiner Zeit auf der Logos Hope habe ich gelernt, wie ich mich für das Wohl der Menschen in meiner Umgebung einsetzen kann“, berichtet er. „Jetzt möchte ich diese Erfahrung mit ihnen teilen.“
In Suva, Fidschi, besuchte ein Team Nanuku, eine Siedlung am Stadtrand. Dort leben viele Alleinerziehende und deren Kinder bekommen selten Besucher von außen. Das Team nahm sich Zeit und spielte mit ihnen. „In dieser Siedlung haben viele keine Hoffnung mehr“, berichtet Lisa, eine Sozialarbeiterin in Nanuku. „Wenn die Kinder abends heimkommen und den Eltern erzählen, dass junge Leute aus anderen Ländern extra hergekommen sind und sie besucht haben, ist das wie ein Hoffnungsschimmer für sie.“
Das nächste Kapitel
Wir sind dankbar für unsere Partner vor Ort, alle Helfer und die Menschen vor Ort auf den Pazifikinseln, die diese Besuche ermöglicht haben. Von Port Moresby auf Papua-Neuguinea über Lautoka und Suva in Fidschi und dann zurück nach Papua-Neuguinea nach Rabaul, Kavieng, Madang and Lae — an diese Besuche werden wir uns noch lange erinnern.
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